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Markus Liehr

„Have a nice day“

have-a-nice-day-buntstift-auf-papier-145-cm-x-21-cm-2016

Am Freitag, 24. Februar 2017 fand  im Raum300o die Vernissage „Have a nice day“ mit dem Berliner Künstler Markus Liehr statt.

In den Zeichnungen des Berliner Künstlers Markus Liehr, die 2016 während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in Los Angeles entstanden, finden sich inmitten leerer Pools, verlassenen Orten und dystopisch urbanen Landschaften Menschen, welche vom Leben in dieser unwirklichen Realität zeugen. Zwei junge Mädchen posieren für einen unbekannten Fotografen, zu Hooligans gesellen sich Frauen, deren operierte Körper in zu kleinen Badeanzügen stecken, Hollywood prangt auf ihren Brüsten. In der Ortlosigkeit einer „International Reality“ glitzern die Wasseroberflächen der verlassenen Pools ebenso wie leuchtende Screens, auf denen man E-mails an David Hockney abschickt, die niemals beantwortet werden.

Markus Liehr arbeitet in seinen Installationen mit alltäglichen Gegenständen einer Kosumgesellschaft, welche er teils minimal ändert und, in ihrer Lesart verschoben, auf eine andere Art zugänglich macht.
Die Bildproduktion funktioniert ähnlich – die Arbeiten entstehen durch die präzise Beobachtung einer scheinbar fremd gewordenen Realität; diese wird durch den Prozess der Umsetzung in Zeichnungen angeeignet und nachvollzogen. Die Beobachtungen nehmen dabei unterschiedliche Formen an, von comichaften Zeichnungen bis zu realitätsgetreuen Bildern, die an Werbeästhetiken erinnern.

Zwischen Bedeutung und Form verweilend zeigen die Arbeiten so mögliche Narrationen auf. Anzeichen oder zurückgelassene Spuren von Zivilisation – ähnlich dem kindlichen hinkritzeln einer „I was here,…“ Botschaft schafft Markus Liehr mit seinen Zeichnungen und Installationen Momente, die ihren Ort und ihre Zeitlichkeit markieren und gleichzeitig die Abwesenheit von beiden beschreiben. Maurin Dietrich

Einige Eindrücke der Vernissage und Ausstellung:


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